Paso Fino
Kolumbianisch-puertoricanische Rasse mit extrem weichem Viertakt-Lateralgang. Natürliche Gangveranlagung von Geburt an.
Auch bekannt als: Paso Fino
Verwendung
Herkunft und Geschichte
Paso-Fino-Populationen stammen von iberischen Pferden ab, die seit Ende des 15. Jahrhunderts in die Karibik und das amerikanische Festland gelangten. Jahrhunderte der Selektion auf einen weichen, natürlichen lateralen Viertakt schufen eigenständige Traditionen in Puerto Rico und Kolumbien sowie verwandte Populationen in Lateinamerika. Sie teilen spanische Wurzeln, entwickelten sich aber getrennt und sind historisch nicht identisch.
Ab Mitte der 1940er Jahre kamen Paso Finos aus Puerto Rico in die kontinentalen USA, in den 1960ern zunehmend aus Kolumbien. Der US-Verband entstand 1972, akzeptiert anerkannte internationale Register und prüft Blutlinien per DNA. Die amerikanische Population kann beide Ursprünge verbinden. „Paso Fino“ bezeichnet daher dokumentierte Herkunft und Gangveranlagung, nicht jedes auf weichen Lateralgang trainierte Pferd.
Körperbau
Der erwartete Körperbau folgt dem ursprünglichen Zweck der Rasse: ein funktionales Reitpferd, dessen Balance regelmäßige und bequeme Bewegung unterstützt. Zwischen Linien, Geschlechtern und einzelnen Pferden kann es deutliche Unterschiede geben. Der Körperbau sollte zusammen mit Bewegungsqualität, Gesundheit und geplanter Nutzung beurteilt werden.
Temperament
Die Taxonomie verbindet Paso Fino mit folgenden häufig geschätzten Eigenschaften: Temperamentvoll, Leistungsbereit, Trittsicher, Energisch, Sanftmütig. Das sind Tendenzen der Rasse und keine Garantie für das Verhalten eines einzelnen Pferdes.
Alter, Ausbildung, Haltung und frühere Erfahrungen prägen das Temperament erheblich. Interessenten sollten deshalb das konkrete Pferd in vertrauter Umgebung und bei der vorgesehenen Arbeit beurteilen.
Typische Nutzung
Typische Einsatzbereiche sind Geländereiter, Freizeitreiter, Erfahrene Amateure. Die tatsächliche Eignung hängt von Ausbildung, Gesundheit, Körperbau und Erfahrung des Reiters ab; der Rassename allein genügt nicht.
Haltung und Gesundheit
Die Zugehörigkeit zur Rasse Paso Fino ersetzt keine individuelle tierärztliche und hufschmiedliche Beurteilung. Die Routineversorgung sollte Alter und Belastung berücksichtigen und passende Fütterung, Huf- und Zahnpflege, Impfungen sowie Parasitenkontrolle umfassen.
Vor dem Kauf sollten Identität und verfügbare Gesundheitsunterlagen geprüft sowie eine unabhängige Ankaufsuntersuchung passend zur geplanten Nutzung vereinbart werden.
Häufig gestellte Fragen
Fellfarben
Temperament
Geeignet für