Islandpferd
Reinrassige isländische Rasse mit fünf natürlichen Gangarten inkl. Tölt und Rennpass. Seit über 1.000 Jahren isoliert.
Auch bekannt als: Íslenski hesturinn, Icelandic
Verwendung
Herkunft und Geschichte
Das Islandpferd stammt von Pferden ab, die während der Besiedlung, vor allem zwischen 874 und 930, nach Island gelangten. Geografische Isolation und ein Importverbot verhinderten über mehr als ein Jahrtausend weiteren genetischen Einfluss. Bei Hofarbeit und Reisen durch schwieriges Gelände wurden Haltbarkeit, Leistungsbereitschaft und brauchbare Reitgangarten selektiert, darunter Tölt und bei manchen Pferden Rennpass.
Die internationale Koordination begann 1969 mit FEIF; 1974 folgte ein gemeinsamer Zuchtstandard. Nationale Zuchtbücher liefern heute Identität, Abstammungen und Beurteilungen an WorldFengur. Ein aus Island exportiertes Pferd darf zum Schutz vor Krankheiten nicht zurückkehren. Rasseidentität beruht daher auf lückenlos registrierter isländischer Abstammung; eine besondere Gangart allein macht kein Pferd zum Islandpferd.
Körperbau
Der erwartete Körperbau folgt dem ursprünglichen Zweck der Rasse: ein funktionales Reitpferd, dessen Balance regelmäßige und bequeme Bewegung unterstützt. Zwischen Linien, Geschlechtern und einzelnen Pferden kann es deutliche Unterschiede geben. Der Körperbau sollte zusammen mit Bewegungsqualität, Gesundheit und geplanter Nutzung beurteilt werden.
Temperament
Die Taxonomie verbindet Islandpferd mit folgenden häufig geschätzten Eigenschaften: Robust, Freundlich, Trittsicher, Leistungsbereit, Zuverlässig. Das sind Tendenzen der Rasse und keine Garantie für das Verhalten eines einzelnen Pferdes.
Alter, Ausbildung, Haltung und frühere Erfahrungen prägen das Temperament erheblich. Interessenten sollten deshalb das konkrete Pferd in vertrauter Umgebung und bei der vorgesehenen Arbeit beurteilen.
Typische Nutzung
Typische Einsatzbereiche sind Freizeitreiter, Geländereiter, Familien, Erfahrene Amateure. Die tatsächliche Eignung hängt von Ausbildung, Gesundheit, Körperbau und Erfahrung des Reiters ab; der Rassename allein genügt nicht.
Haltung und Gesundheit
Die Zugehörigkeit zur Rasse Islandpferd ersetzt keine individuelle tierärztliche und hufschmiedliche Beurteilung. Die Routineversorgung sollte Alter und Belastung berücksichtigen und passende Fütterung, Huf- und Zahnpflege, Impfungen sowie Parasitenkontrolle umfassen.
Vor dem Kauf sollten Identität und verfügbare Gesundheitsunterlagen geprüft sowie eine unabhängige Ankaufsuntersuchung passend zur geplanten Nutzung vereinbart werden.
Häufig gestellte Fragen
Fellfarben
Temperament
Geeignet für